Prüfungsangst ade

28. März 2019 / Allgemein
Resilienz

Sie haben sich gut vorbereitet und sind bereit für Ihre Prüfung. Aber einige Tage vorher kommen Sie in Stress: Sie schlafen nicht gut, es ist Ihnen übel, und Sie haben Schweissausbrüche. Und an der Prüfung selber: Blackout, gähnende Leere im Kopf. Alles für die Katz! Doch das muss nicht sein. Wir können mentale Stärke lernen und uns Tipps und Tricks aneignen, um souverän an eine Prüfung gehen zu können.

Eine gewisse Aufregung vor einer Prüfung ist positiv. Denn die dabei ausgeschütteten Hormone (vor allem Adrenalin) machen Ihren Herzschlag schneller und beschleunigen Ihren Atem. Dadurch gelangt mehr Sauerstoff ins Blut und ins Gehirn. Es steht Ihnen so ganz viel Energie zur Verfügung. Sie sind voll präsent und leistungsfähig. Was ist also das Problem? Ihre Angst kann überhand nehmen, ja, Sie dominieren. Die Folgen können u.a. sein: Schlafprobleme, Schweissausbrüche, Übelkeit, Durchfall, zittrige Hände und anderes mehr – und eben diese schwarze Wand während der Prüfung: völliger Filmriss und Leere im Kopf, nachdem man sich doch so gut vorbereitet hatte! Oft genügt schon der Gedanke an die bevorstehende Prüfung, um die Symptome auszulösen.

Prüfungsangst ist jedoch – im Gegensatz zu dem, was viele meinen – keine Angst davor, durch eine Prüfung zu fallen. Sie ist eine „soziale Bewertungsangst“, wie die Experten dies nennen. Eine Angst vor dem Gesichtsverlust, vor dem Spott der anderen, also eine vorweggenommene Scham. Alle Menschen brauchen Wertschätzung und Anerkennung – einige aber besonders viel davon, vor allem wenn sie den Eindruck haben, dass sie nur Anerkennung erhalten, wenn Sie Leistung zeigen. Sie haben dann überzeichnete Erwartungen an sich selbst – vielleicht noch verstärkt durch Druck durch das Umfeld und schlechte Erfahrungen (z.B. eine Blossstellung durch einen Lehrer als Kind). Gefährdet sind also vor allem Perfektionisten, Kontroll-Freaks oder Menschen, die ein schlechtes Selbstwertgefühl haben. Aus meiner Coaching-Erfahrung kann ich sagen: es gibt sehr viele davon.

 

Im Kopf läuft ein Horrorfilm

Diesen Menschen gehen dann vor einer Prüfung ganze Schreckens-Szenarien durch den Kopf. Es entsteht ein richtiger Horrorfilm, der immer wieder vor ihrem geistigen Auge abläuft. Sie fühlen sich diesen Szenarien ausgeliefert und haben das Gefühl, nichts machen zu können. Doch das stimmt nicht. Denn woran wir denken, hat eine grosse Macht über unsere geistige Verfassung und unseren Körper – in beide Richtungen. Schon Henry Ford, der amerikanische Autobauer, sagte: „Ob du denkst, du kannst es oder du kannst es nicht, du wirst auf jeden Fall Recht behalten.“ Und die deutsche Mental-Coach und Trainerin Antje Heimsoeth bemerkt zurecht. „Wenn wir ständig darüber nachdenken, was wir falsch gemacht haben oder falsch machen könnten, steigert dies nicht gerade unsere Leistungsfähigkeit.“

Negative Gedanken führen also dazu, dass wir uns auch effektiv schlecht fühlen. Die Prüfungsangst löst also einen Teufelskreis aus: je grösser die Angst vor dem Versagen, desto wahrscheinlicher ist ein Misserfolg – was natürlich die Befürchtungen zu bestätigen scheint und die Angst noch mehr steigert. Aber es geht zum Glück auch umgekehrt: wir können uns selber ein gutes Gefühl erzeugen – vor allem durch mentale Techniken und durch Entspannungsübungen während und vor der Prüfung. Wichtig ist aber auch die richtige Lernstrategie. Meine Tipps decken deshalb alle diese Kategorien ab. Ich habe sie aufgeteilt in: Tipps für die Lernphase, Tipps vor der Prüfung und Tipps während der Prüfung.

 

Tipps für die Lernphase

 

Tipps vor der Prüfung:

 

Tipps während der Prüfung:

Viel Erfolg!

 

©  Claudia Kraaz

Blog via E-Mail abonnieren

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.